Corona – Digitaler Unterricht - Qual oder Chance?!

Das Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg, Microsoft Modellschule, lehrt digital und das nicht erst seit Corona-Zeiten.

Auf einmal Corona-Zeit, Digitaler Unterricht muss her, wie soll das plötzlich gehen? Diese Frage brauchte sich stellvertretender und kommissarischer Schulleiter des Freiherr-vom-Stein-Berufskollegs Oliver Dunst zum Glück nicht zu stellen. Natürlich haben auch Oliver Dunst und sein Kollegium alle herausfordernden Maßnahmen zum Infektionsschutz bewältigen müssen und nicht ganz stressfrei geeignete Hygienekonzepte für die Wiederaufnahme des Schulbetriebes für die Prüfungsklassen entwickelt und umgesetzt. Aber ein dickes Plus kann die kaufmännische Berufsschule aufweisen, sie ist bereits seit 2017 eine Schule mit Digitalem Konzept.

Inzwischen sind etwa 1.500 der 2000 Schülerinnen und Schüler mit Tablets ausgestattet, ebenso wie 100 Kolleginnen und Kollegen. Alle haben Zugriff auf eine vollständiges Office-Paket. Die Schule wird damit der zunehmenden Digitalisierung in allen Lebensbereichen gerecht. Außerdem muss eine Berufsschule ihre Schülerinnen und Schüler in besonderem Maße auf die berufliche Wirklichkeit vorbereiten. Alle Unterrichtsmaterialen sind daher für die jungen Menschen über OneDrive und OneNote jederzeit verfügbar und erhöhen die Lernmotivation und den Lernerfolg. Die automatische Einrichtung von Klassengruppen ermöglicht eine einfache Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Auch ein Austausch und eine gegenseitige Unterstützung unter den Kollegen wird durch das Digitale Konzept ermöglicht.

Was läuft jetzt also anders? Im Grunde nicht so viel stellt Georg Stremlau, Leiter des Bildungsgangs Höhere Handelsschule, fest. „Wir stellen unseren Schülerinnen und Schülern nach wie vor das Lernmaterial in den digitalen Kursnotizbüchern zur Verfügung – das sind sie gewohnt. Neu sind Videokonferenzen, damit man sich besprechen kann und vor allen Dingen den persönlichen Kontakt behält.“ Das dies ein unverzichtbares Medium wird, ist nachvollziehbar, denn normalen Unterricht wird es für lange Zeit nicht geben. Auch wenn durch die ersten Klassen, die seit dem 23.04.2020 in der Schule erscheinen, wieder ein Hauch von Schulleben zu spüren ist. Eins hat die Corona-Krise auf jeden Fall verdeutlicht, der persönliche Austausch zwischen Lehrenden und Lernenden im Klassenzimmer ist mehr denn je notwendig und gewünscht. Nach so vielen Wochen ohne Begegnung freut man sich einfach auf Schule.

Oliver Dunst hat allerdings dennoch einen Wunsch, die Microsoft Schule ist zwar bestens ausgestattet. Und sie ist auch letztes Jahr im Oktober von Yvonne Gebauer (Ministerin für Schule und Bildung des Landes NRW) als Digitale Schule ausgezeichnet worden. Allerdings lässt die Schnelligkeit des Internets zu wünschen übrig. Kurzum so Dunst: „Wir können die vielen PS einfach noch nicht auf die Straße bringen. Das muss sich schnellstens ändern!“

 

 

Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg

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