Fünfzehntes Bewerbungstraining am FvS-Berufskolleg

Schülerinnen und Schüler aus Minden und Bad Oeynhausen praktizieren unter realen Verhältnissen Bewerbungsgespräche bei sechzehn Betrieben aus der Region: 

Bereits zum fünfzehnten Mal fand am Donnerstag, den 08.03.2018 das wirklichkeitsnahe Bewerbungstraining am Mindener Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg statt. Auch in diesem Jahr ließ Landrat Dr. Ralf Niermann es sich nicht nehmen, am Bewerbungstraining teilzunehmen und damit seine Wertschätzung für diese Veranstaltung zum Ausdruck zu bringen. Diese einmalige Gelegenheit für Schülerinnen und Schüler sich frühzeitig potentiellen Arbeitgebern vor der eigentlichen Berufsorientierung unter echten Bedingungen zu nähern, stellte er für beide Seiten als großen Vorteil heraus.

Rund 350 jungen Menschen des elften Jahrgangs der Höheren Handelsschule aus Minden und Bad Oeynhausen sowie des zwölften Jahrgangs des Wirtschaftsgymnasiums Minden umfasste das Bewerbungstraining in Minden. Hier wie auch an dem zweiten Standort des Freiherr-vom-Stein-Berufskollegs in Bad Oeynhausen konzentrieren sich die Schülerinnen und Schüler normalerweise auf die Bereiche Wirtschaft und Verwaltung. Statt VWL, BWL und Rechnungswesen konnten sie sich in echten Bewerbungsgesprächen erproben und sich den Fragen der Personalfachleute verschiedenster Ausbildungsberufe stellen. Vertreten waren Industrie- und Handelsunternehmen, Geldinstitute, Rechtsanwaltkanzleien, Steuerberatungsgesellschaften wie auch der Kreis-Minden-Lübbecke als Träger der Bildungseinrichtung.

Diese intensive Vorbereitung auf den Berufseinstieg hält Schulleiter Michael Paul für besonders wichtig. Daher ist allen Beteiligten für Ihren aufwendigen Einsatz ein großer Dank auszusprechen: Neben dem Leitungsteam, Frau Verena Bösch, Frau Simone Dallmeier und Frau Maike Frers, allen Kolleginnen und Kollegen und natürlich allen Betrieben, die mit diesem Projekt betraut sind. „Eine Investition, die sich für die künftigen Bewerberinnen und Bewerber auszahlt: „Denn 100 % der Absolventen des Wirtschaftsgymnasiums und etwa 80 % der Höheren Handelsschüler haben am Ende Ihrer Schullaufbahn einen Ausbildungs- oder Studienplatz.“ Aber auch für die Unternehmen ist es wichtig, nach jungen Nachwuchskräften Ausschau zu halten: „Mancher Kandidat kann bereits an diesem Tag den ersten Kontakt für einen späteren Ausbildungsplatz knüpfen“, unterstreicht Michael Paul.

Die Betriebsvertreterinnen und -vertreter wählen am Tag des Bewerbungstrainings aus den ihnen zugewiesenen Schülergruppen einen Bewerber aus, mit dem sie ein fiktives Bewerbungsgespräch durchführen. Nach dem Gespräch erfolgt eine Reflektion innerhalb der Gruppe mit dem einen oder anderen Tipp, was man verbessern könnte, so dass alle Anwesenden von der Situation profitieren. Im Vorfeld haben die jungen Leute sich für ein Unternehmen und einen entsprechenden Ausbildungsberuf entschieden. Dem digitalen Zeitalter angepasst wurden E-Portfolios (Digitale Bewerbungen) im Unterricht mithilfe der zuständigen Lehrkräfte erstellt. Diese können die Absolventen weiter pflegen und für spätere Bewerbungen nutzen.

Zur Auswahl standen Berufe wie Industriekaufmann/-frau, Groß-und Außenhandelskaufmann-/frau, Steuerfachangestellter/e, Rechtsanwalt- und Notarfachangestellter/e, Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung, Kaufmann/-frau im Büromanagement, Einzelhandelskaufmann/-frau, Informatikkaufmann/-frau sowie Verwaltungsfachangestellter/e. Nina Grünewald (Wirtschaftsgymnasium) und Güle Karaca (Höhere Handelsschule, Bad Oeynhausen) hatten sich für den Ausbildungsberuf Bankkauffrau entschieden. Im Vorstellungsgespräch hatten sie sich dem Leiter Vorstandsstab/Personal, Herrn Torsten Tappe (Sparkasse Bad Oeynhausen-Porta Westfalica) gestellt. Die Schülerin Sonita Tahiri (Wirtschaftsgymnasium) konnte sich bei der Personalerin Petra Bode und dem Bereichsleiter Unternehmenssteuerung Sören Müller (Ornamin Kunststoffwerke GmbH & Co. KG) in ihrem Bewerbungsgespräch über die Ausbildungsinhalte der Industriekauffrau informieren. Während Felix Lohstroh (Wirtschaftsgymnasium) sich bei der Fachfrau für Personal, Claudia Brockmann (Rose-Systemtechnik GmbH) ebenfalls über diesen Ausbildungsberuf „schlau“ machte.

In den Gesprächen zwischen den Personalern und den Bewerbern geht es neben den Aspekten rund um den Ausbildungsberuf und das Unternehmen auch um persönliche und schulische Neigungen. Teamfähigkeit und außerschulisches Engagement sowie persönliche und berufliche Ziele sind wichtige Bestandteile eines Bewerbungsgesprächs. Zusätzliche Tipps für den „Ernstfall“ wurden von den zuständigen Ausbildern formuliert. So sollte von den Bewerbern nicht nur Fragen zu Arbeitszeiten, Urlaub und Überstunden gestellt werden. Erwartet wird ein solides Basiswissen über das Unternehmen. Ebenso ist auf Körpersprache zu achten: Ein Stift sollte nicht als „Blitzableiter der Nervosität“ dienen.

Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg

Habsburgerring 53 b
32425 Minden
Tel: +(0571) 837020
Fax: +(0571) 8370299
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